1994 beginnt alles. Mit „Illmatic“ lässt Nas in der Szene erstmals aufhorchen. Mehr noch, sein Debüt gilt bis heute als eines der besten Hip-Hop-Alben überhaupt. Nasir Jones hat viele Namen und noch mehr Facetten. So nennt er sich auch „Nasty Nas“, „Nastradamus“ oder „God’s Son“ und überrascht immer wieder mit spannenden Projekten. Seine Zusammenarbeit mit Damian Marley ist 2010 eine Bereicherung für die Musikwelt, die Auftritte (u.a. am Openair Frauenfeld) sind wahre Leckerbissen. „Life is good“ heisst das 10. Studioalbum von Nas, das 2012 erschien. Und das Leben meint es wirklich gut mit den Schweizer Fans, denn sie kommen in den Genuss eines weiteren Auftritts am Snow Jam Davos!
Mac Miller
Malcom „Mac Miller“ McCormick ist ein Phänomen. Bereits im Alter von sechs Jahren lernt er Bass, Gitarre und Schlagzeug spielen – hauptsächlich bringt er sich die Instrumente selbst bei. Auch seine Karriere lanciert Mac Miller in Eigenregie. Als Neuling der Freestyle/Cipher/Battle-Szene Pittsburghs lanciert er 2010 sein erstes Mixtape. Damals ist Mac Miller 18 Jahre alt und erobert Internet und Musikbusiness im Sturm. Sein Debütalbum „Blue Slide Park“ stürmt letzten November in den USA gleich auf Platz 1. Ein Kunststück, dass seit 1995 ohne Unterstützung eines Major Labels niemandem mehr geglückt ist. Nach dem gefeierten Auftritt am Openair Frauenfeld darf man sich zu Recht auf seine Show am Snow Jam freuen.
Yelawolf
«Radioactive» nannte Yelawolf sein Debüt auf Eminems Shady Records Ende 2011. «Das perfekte Wort, um meinen Weg zu beschreiben.» In seiner Jugend in den Südstaaten zog er mit seiner Mutter unzählige Male um und lernt dabei sowohl die weissen Wohnwagensiedlungen wie auch die schwarzen Ghettos kennen. Mit seinem radioaktiven Material brachte er im vergangenen Sommer bereits die Allmend in Frauenfeld zum Strahlen. Mit neuen Songs will er nun auch die Berge erobern. Im Frühling soll sein Zweitling «Love Story» erscheinen. Dieses entstand wieder in Zusammenarbeit mit Eminem soll sich aber ziemlich von seinem ersten Album unterscheiden. Die Fans in Davos dürfen gespannt sein!
Blumentopf
Wer mit einem Rapsong bekannt wird, in dem sich ein Mädchen im Boygroup-Fieber aus dem Fenster stürzt und diesen Track auch noch „6 Meter 90“ (Sturz-Höhe des Mädchens) nennt, hat nichts zu befürchten. So fallen Blumentopf Ende der 90er-Jahre nicht nur mit ihrem Namen auf, sondern auch mit witzigen, durchdachten und metaphorischen Lyrics. Freizügiges Denken schreibt sich der „Topf“ auf die Fahne – nur am Rande erwähnt entspringen Kung Schuh, Holunder, Specht und Master P dem konservativen München. Die Erfolge kommen nach dem Debüt so rassig wie ihre Reime – Auszeichnungen und ausverkaufte Hallen resultieren daraus. Für die ARD freestylen sich die Jungs durch zwei Fussball-WM’s und pünktlich zum Snow Jam erscheint ihr sechstes Album „Nieder Mit der GbR“. Ein Album, das uns in die 90er zurückkatapultiert und die Geschichte von „Rosi“ (Skandal im Sperrbezirk) weitererzählt.
Steff la Cheffe
Mit viel Ironie zeigte Steff la Cheffe der Schweizer Hip-Hop-Szene auf ihrem ersten Erfolgsalbum, «Bittersüessi Pille», wo der Hammer des Raps hängt und platzierte damit ein frisches, farbiges und vielfältiges Statement. Damit begann die Erfolgsgeschichte der sympathischen Bernerin. Innert kürzester Zeit wird das «Meitschi vom Breitsch» zur First Lady des Mundart-Raps, begeistert mit ihren Konzerten in der ganzen Schweiz und wurde an den Swiss Music Award mit dem Best Swiss Talent Award ausgezeichnet. Danach zog sie sich zurück, tankte in Südafrika neue Energie. Nun laufen die Motoren wieder auf Hochtouren: Am Openair Frauenfeld stand die Vizeweltmeisterin im Beatboxen 2012 eklusiv auf der Bühne, es erschien die Doku «Steffe la Cheffe – Im Momänt», mit Dabu Fantastic produzierte sie für «Jeder Rappen zählt» den Song «Süessi Tropfä», und das zweite Album erscheint im Frühling.
Dieses stellt sie am Snow Jam Davos live mit Band vor - als eines der zwei ersten Kick-Off Konzerte vor der Tour, welche einen Monat später starten wird. Treibende Sounds, gepaart mit Rhythmen; eingefangen auf Reisen in Südafrika und einer Silvesternacht in Berlin. Steff la Cheffe zeigt sich dieses Jahr in farbigen Mustern und lässt unweigerlich mittanzen.